Handballsparte mit erfolgreichem Jahr – es fehlt nur die Krönung

Flensburg/Handewitt, Rhein Neckar Löwen, HC Erlangen, TSG Friesenheim, HSG Lemgo, Leipzig, SC Magdeburg – dies waren einige der Teilnehmer des Achtelfinales um die Deutsche Meisterschaft der B-Jugend. Für diesen illustren Kreis der 16 besten Teams Deutschlands hatte sich auch die B-Jugend des VfL Horneburg qualifiziert und hätte voraussichtlich mit Hin-und Rückspiel gegen den SC Magddeburg oder den HC Coburg aus Bayern gespielt. Die Mannschaft von Trainer Stefan Hagedorn hatte die Oberliga-Spielzeit der Bundesländer Niedersachsen und Bremen gewonnen und damit die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft erreicht. Dabei ließen die Horneburger Teams wie Eintracht Hildesheim, HC Bremen und Hannover Burgdorf hinter sich. Die Hildesheimer und Burgdorfer arbeiten in diesem Altersbereich mit Handballinternaten, in denen die Jungs leben und zur Schule gehen. Gerade die Burgdorfer mit ihrem Bundesliga-Team im Rücken hatten die B-Jugend Oberliga 10 Jahre in Folge gewonnen – bis die Horneburger kamen und den Titel holten. Dass die Horneburger einen goldenen Jahrgang 2003 haben, war den Beteiligten im Vorfeld bereits klar. Dies konnte man auch in den letzten 2 Jahren in der Niedersachsenauswahl sehen. So spielten Mittelmann Jonas Gerkens und Torjäger Ole Hagedorn im Dezember noch in Berlin um den Deutschland-Cup und stellten sich in 2019 bei der Sichtung zur Deutschen Nationalmannschaft in Kienbaum/Brandenburg vor. Auch Torwart Kjell Motzkus und Kreisläufer Mateusz Martyn, der im Sommer ins Internat nach Leipzig wechselt, gehörten über einen langen Zeitraum zum Kader Niedersachsens. Die Jungs von Stefan Hagedorn trainierten im Schwerpunkt drei Einheiten in der Woche in der Halle und eine Einheit im Kraftraum. Dies war im Vergleich zu den wöchentlich 8 Einheiten der Internatsspieler deutlich weniger. Allerdings hatte sich über die Jahre die gute Ausbildung der Spieler in Horneburg herumgesprochen, so dass man sehr talentierte Spieler aus Bremervörde, Buchholz i.d. Nordheide und sogar Bremerhaven dazu bekommen hat.

Die Corona-Krise verhinderte die Durchführung der Deutschen Meisterschaft – Ende April sagte der Deutsche Handballbund die Meisterschaft ab.

Insgesamt hat die Sparte Handball wieder eine sehr erfolgreiche Saison gespielt. 22 Übungsgruppen gehören zur Sparte und damit hat die Sparte mit  Trainern und Schiedsrichtern sowie allen Helferinnen und Helfern fast 400 Mitglieder. Dies zeigt deutlich den Stellenwert, den der Handball in unserer Samtgemeinde mittlerweile wieder einnimmt. Die laufende Spielzeit wurde aufgrund der Corona-Krise mit Stand 12.3.2020 vom Verband für beendet erklärt und mit diesem Stichtag gewertet. Damit gingen neben vielen guten Platzierungen auch 7 Staffelsiege nach Horneburg.

Die männliche Jugend A von Christoph Hagedorn und die weibliche Jugend B von Volker Matthies und Sophie Hartmann sowie die weibliche Jugend C von Heino von Bargen und Carsten Brinkmann gewannen die Landesliga-Meisterschaft. Die männliche Jugend B von Stefan Hagedorn, Björn Meyer und Ole Dannenberg, wie bereits erwähnt, die Oberliga und die männliche Jugend D I von Ole und Britta Hagedorn sowie die männliche Jugend E I von Tina Bode und Phillip Düselder sicherten sich die Regionsmeisterschaft. Dabei hatte die männliche Jugend D I bereits im Dezember sogar die Niedersachsenmeisterschaft in Eyendorf gewonnen. Auch die 2. Herren von Alex Preiss gewann ihre Staffel und steigt somit in die Landesklasse auf.

Ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Entwicklung der Sparte Handball in den letzten Jahren ist die Unterstützung durch die heimische Wirtschaft und die privaten Gönner. Die Sparte Handball hofft, dass alle Partner gut durch die Corona-Krise kommen und möchte sich hiermit für die Hilfe der Gewerbetreibenden bedanken und für deren Unterstützung besonders in dieser schwierigen Zeit in der Samtgemeinde werben. Aktuell ist der Trainingsbetrieb in der Sparte Handball durch Corona eingestellt. „Wenn wir in unserer Sparte und im gesellschaftlichen Leben zusammenhalten, dann kommen wir gestärkt aus dieser Krise“, sind sich die Brüder und Spartenleiter Stefan und Christoph Hagedorn einig. „ Wir freuen uns bereits jetzt auf die Zeit, wenn die Sporthalle Hermannstraße wieder zur Begegnungsstätte für Jung und Alt wird“, so die Spartenleiter.

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