Über weite Strecken der Partie konnten unsere Jungs mithalten und sich gute Torchancen herausspielen. Doch wie schon in den vergangenen Spielen blieb unsere Abschlussschwäche ein großes Problem. Mit einer Wurfeffektivität von gerade einmal 33 Prozent in der zweiten Halbzeit wird es schwer, ein Spiel zu gewinnen. Gleichzeitig luden wir den Gegner immer wieder zu einfachen Toren ein. Besonders in unseren typischen Schwächephasen kassierten wir einen Tempogegenstoß nach dem anderen. Dass wir nicht schon deutlich früher hoch zurücklagen, hatten wir vor allem unseren Torhütern zu verdanken, die mit starken Paraden Schlimmeres verhinderten.
Bereits in der Halbzeitpause war zu spüren, dass die Stimmung innerhalb der Mannschaft an diesem Tag nicht optimal war. Dabei waren wir keineswegs die schlechtere Mannschaft und lagen weiterhin in Schlagdistanz. Doch irgendwie fehlte der letzte Glaube daran, das Spiel gemeinsam drehen zu können.
Nach einem guten Start in die zweite Halbzeit verfielen wir zunehmend in alte Muster. Statt die geforderten Lösungen umzusetzen und als Mannschaft zu agieren, verstrickten wir uns in zu viele Einzelaktionen und Zweikämpfe. Damit machten wir es dem Gegner zu leicht und verpassten erneut die Chance, etwas Zählbares mitzunehmen.
So fahren wir einmal mehr als Verlierer nach Hause. Es ist bitter, denn das Potenzial, um solche Spiele enger zu gestalten und auch zu gewinnen, ist definitiv vorhanden. Jetzt müssen wir endlich lernen, unsere Chancen konsequenter zu nutzen, in schwierigen Phasen als Team zusammenzustehen und die Vorgaben auf dem Feld umzusetzen.
Fotos: Minkus